Gedenkstätte meiner Großeltern mütterlicherseits

Omi Lene - † 1971

Bitte klicken für Grossansicht

Eigentlich hieß meine Oma "Helene" aber schon von Kind an nannte ich sie nicht anders als "Omi Lene". Wir wohnten alle im gleichen Haus und einige meiner schönsten Kindheitserinnerungen verknüpfen sich mit ihr. Sie war immer für mich da, hat für mich Eierpfannkuchen gebacken und meinen geliebten Zwetschgenkuchen und einmal hat sie mich, die ewig Beherrschte, zum Weinen gebracht. Es war an einem Weihnachtsfest und ich wünschte mir nichts sehnlicher als eine Gitarre. Meine Eltern waren dagegen.... ich musste Klavierspielen lernen... das konnte nun mal jeder in unserer Familie... meine Mutter gab ab und an Konzerte in ihrer Jugend und mein Vater spielte einmal in den schlechten Zeiten in einer Bar um sich etwas nebenbei zu verdienen. Ich liebte es meiner Mutter zuzuhören wenn sie am Klavier saß und beim Spielen das "Ave Maria" sang... nur selbst spielen das machte mir keinen Spaß. Unter dem Weihnachtsbaum lag bei meiner Oma dann tatsächlich die so heiß ersehnte Gitarre und ich habe geweint und alle waren dabei, das ist mir niemals vorher oder nachher passiert.
Ja, so war sie meine Omi Lene... hatte immer ein offenes Ohr und ein großes Herz für meine Kinder- und später Jungmädchenwünsche. Ich liebte es in ihrem großen Ehebett zu schlafen das noch aus sehr alten Zeiten stammte genau wie ihr ganzes Schlafzimmer... leider landete all' das nach ihrem Tod auf der Müllkippe... heute wären die Sachen ein kleines Vermögen wert.
Von ihr habe ich die Koch- und Backkunst erlernt und auch die künstlerische Ader geerbt, mit ihr habe ich Geschenke für die Feste des Jahres gebastelt, sie nähte in Kindertagen alle meine Kleider und Mäntel und sie hat auch, genau wie ich, ständig was an ihrer Wohnung rumdekoriert und verräumt.

Sie starb einen sanften Tod, ohne Leiden, ohne Krankheit... sie war einfach nicht mehr da als meine Eltern am Morgen erwachten. Ich war zu dieser Zeit auf der Schule in Rolandseck und kam erst am Nachmittag übers Wochenende nach Hause. Ich wusste das sie nicht mehr war... wir sind vom gleichen "Stamm" und ich hatte mich von ihr und sie von mir verabschiedet am Sonntag davor als ich nach Rolandseck fuhr. Wir wussten beide das es ein langer Abschied werden würde....

Ihr Grab gibt es heute nicht mehr indem sie mit ihrem Mann und meinem Bruder († 1952 ) ihre letzte Ruhestätte gefunden hatte. Dort wo es einstmals war wachsen heute wilde Blumen und Gräser... das wird ihr gefallen denn sie war eine große Blumenliebhaberin und ihr Garten ihr Ein und Alles....

Wir werden uns wieder sehen... daran glaube ich fest... ich drück' dich in Gedanken.. aus denen du nie verschwunden bist.

Opi Peter - † 1945

Bitte klicken für Grossansicht

Meinen Opa mütterlicherseits habe ich nie persönlich gekannt, jedoch war er so allgegenwärtig in den Erzählungen meiner Oma und meiner Mutter das es so ist als ob ich ihn kennen würde. Von ihm muss ich wohl das "Übel" geerbt haben nichts wegwerfen zu können... er hat in seiner Werkstatt sogar rostige Nägel gesammelt... man könnte sie vielleicht noch brauchen.
Er war von Beruf Lokführer und die gute, alte Dampflok wurde auch sein Verhängnis. Beim Aussteigen verletze er sich an einer rostigen Stelle... es blieb unbeachtet da es nur eine sehr kleine Verletzung war... er starb an den Folgen einer Blutvergiftung Jahrzehnte vor meiner Oma.

Die Erzählungen über Dich haben meine Kindheit bereichert... wir werden uns sehen....

Back