Kleine Sammlung von Engelgedichten, Weisheiten, Sprüchen

Mein Engel

Mein Engel, mein Engel wie schön bist du.
Mein Engel mein zartes Wesen aus Licht aus Wärme,
gibst mir Geborgenheit, schenkst mir Ruh.
Hältst mich in deinen Armen und wiegst mich sanft
wenn ich wieder mal verlor den Kampf.
Wenn ich nicht mehr weiter weiß
und Dunkelheit nur mich umgibt
zeigst du mir den Weg
und führst mich über schwankenden Steg zurück zum Licht.
Du linderst meine Seelenschmerzen in der Nacht
wenn niemand außer dir hält Wacht.
Deine schützende Hand breitest du über mich
und achtest das mein Herz nicht bricht
unter all der Last des Lebens.
Auf all meinen Wegen stehst du für mich ein,
bist mein Geleit bis zum Ende meiner Tage in diesem Sein
und wirst mich mit dir nehmen in die Anderswelt
mit dem letzten Lebenshauch der seufzend meinen Leib verlässt.
Mein Engel, mein Engel wie schön bist du.
Schlägst still deine Flügel um mich und bewachst  meine ewige Ruh.

© EmaeS for Corax 141203

Sie kommen noch immer durch den aufgebrochenen Himmel,
die friedlichen Schwingen ausgebreitet,
und ihre himmlische Musik schwebt über der ganzen müden Welt

William Shakespeare

"Dämonen lärmen. Engel verrichten still ihr Werk."

Peter Bamm

Wir Menschen sind Engel mit einem Flügel. Wenn wir uns umarmen, können wir fliegen.

Quelle unbekannt

Luzifer

Ich will mein Licht vor eurem Licht verschließen,
ich will euch nicht, ihr sollt mich nicht genießen,
bevor ich nicht ein Eigenlicht geworden.

So bring ich wohl das Böse zur Erscheinung,
als Geist der Sonderheit und der Verneinung,
doch neue Welt erschafft mein Geisterorden.

Aus Widerspruch zum unbeirrten Wesen,
aus Irrtum soll ein Götterstamm genesen,
der sich aus sich -- und nicht aus euch -- entscheidet.

Der nicht von Anbeginn in Wahrheit wandelt,
der sich die Wahrheit leidend erst erhandelt,
der sich die Wahrheit handelnd erst erleidet  

Christian Morgenstern

Abendsegen

Abends, wenn ich schlafen geh,
Vierzehn Engel bei mir stehn:
Zwei zu meiner Rechten,
Zwei zu meiner Linken,
Zwei zu meinen Häupten,
Zwei zu meine Füßen,
Zwei, die mich decken,
Zwei, die mich wecken,
Zwei, die mich weisen
zu den himmlischen Paradeisen.

Aus Humperdings Oper "Hänsel und Gretel"

Wie viele Engel gibt es?
Einer, der unser Leben verändert, genügt völlig.

Sprichwort

Der Engel in dir
freut sich über dein Licht,
weint über deine Finsternis.
Aus seinen Flügeln rauschen Liebesworte,
Gedichte, Liebkosungen.
Er bewacht deinen Weg,
lenkt deinen Schritt."

Rose Ausländer

Glaube mir:
In allem, was wir eine Versuchung, ein Leid oder eine Pflicht nennen, ist die Hand eines Engels im Spiel

Fra Giovanni

Nicht so, wie sie sind, erscheinen sie, sondern so, wie die Sehenden sie sehen können.

Johannes Damascenus

Schutzengel

Ich bin dein Schutzengel, eins mit dir von Geburt bis zum Tod.
Ich bin bei dir, in dir, neben dir, über dir, hinter dir.
Ich bin, wer du sein sollst und im Innersten sein willst.
Ich bin dein stiller Gefährte und verlasse dich nie.
Ich trauere mit dir, bete mit dir und liebe mit dir.
Ich schütze dich, ich kämpfe für dich, ich leite dich.
Wann immer du mich rufst, ich bin schon bei dir und helfe dir auch dann, wenn du es nicht weißt.
Meine Flügel umhüllen dich wie ein leuchtendes Kleid.
Ich bin Gottes Segen.
Immer bei dir.

(aus "Mein Schutzengel")

Engel des Lichts

Ich bin der Engel des Lichts.
Glanz ist um mich her, überirdisches Leuchten,
Denn ich bin Licht aus GOTTES Licht, Glanz von seinem Glanz.
Ich durchdringe alle Dunkelheiten, Ich erscheine, wo du es nicht erwartest.
Du erschrickst vor dem Licht, wenn ich mich dir zeige,
und fürchtest dich vor dem Strahlen, Das von mir ausgeht.
Doch du brauchst dich nicht zu fürchten.
 Denn mein Licht ist das Licht der Liebe.
Meine Strahlen lassen über dir aufgehen die Freundlichkeit GOTTES.
 Nichts kann so dunkel sein, nichts so verborgen und nichts so
finster, das ich dich nicht erreichte, um deinen Weg zu erhellen.

(aus: Mein Schutzengel)

Der Schutzengel

Du bist der Vogel, dessen Flügel kamen,
wenn ich erwachte in der Nacht und rief.
Nur mit den Armen rief ich, denn dein Namen
ist wie ein Abgrund, tausend Nächte tief.
Du bist der Schatten, drin ich still entschlief,
und jeden Traum ersinnt in mir dein Samen, -
du bist das Bild, ich aber bin der Rahmen,
der dich ergänzt in glänzendem Relief.

Wie nenn ich dich? Sieh, meine Lippen lahmen.
Du bist der Anfang, der sich groß ergießt,
ich bin das langsame und bange Amen,
das deine Schönheit scheu beschließt.

Du hast mich oft aus dunklem Ruhn gerissen,
wenn mir das Schlafen wie ein Grab erschien
und wie Verlorengehen und Entfliehn, -
da hobst du mich aus Herzensfinsternissen
und wolltest mich auf allen Türmen hissen
wie Scharlachfahnen und wie Draperien.

Du: der von Wundern redet wie vom Wissen
und von den Menschen wie von Melodien
und von den Rosen: von Ereignissen,
die flammend sich in deinem Blick vollziehn, -
du Seliger, wann nennst du einmal Ihn,
aus dessen siebentem und letztem Tage
noch immer Glanz auf deinem Flügelschlage
verloren liegt...
Befiehlst du, daß ich frage?

(Rainer Maria Rilke Aus: Das Buch der Bilder)

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